Verein zur Förderung des schulischen Stochastikunterrichts e.V.
 

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Jahrgang 13 (1993) Heft 1

 

Vorwort
Hans G. Schönwald: Ich glaube schon, daß das wohl richtig ist, aber verstehen tue ich es nicht
Am Beispiel einer erlebten Unterrichtseinheit zur Berechnung von einfachen (klassischen) Wahrscheinlichkeiten wird erkennbar, wie schwierig es ist, sich mit Primärintuitionen über Wahrscheinlichkeit auseinanderzusetzen.
Ingo Klemisch: Ein Einstieg über das Drei-Türen-Problem
Der nachfolgende Erfahrungsbericht beschreibt einen experimentellen Einstieg in einen Stochastik-Leistungskurs der Oberstufe. Das dafür gewählte 'Drei-Türen-Problem' (auch als 'Ziegenproblem' bekannt) erwies sich als äußerst motivierend und führte den Kurs an eine Vielzahl stochastischer Fragestellungen heran. Besonders wichtig waren mir dabei die ersten Erfahrungen mit Simulationen und deren Auswertung.
Gunter Stein: Schwierigkeiten mit der Nullhypothese
Beim Hypothesentesten werden zwei Hypothesen gegeneinander ausgespielt, und zwar erfolgt die Annahme der Alternativhypothese, wenn das Testergebnis bei Vorliegen der Nullhypothese sehr unwahrscheinlich ist. Dabei verneint die Nullhypothese das, was man eigentlich nachweisen will. Dies in bestimmten Anwendungssituationen zu akzeptieren, kann Schwierigkeiten bereiten. Von sehr anschaulichen und einleuchtenden Anwendungsbezügen abzusehen, und den Effekt, den man eigentlich nachweisen will, vorübergehend für 'null und nichtig' zu erklären, darf nicht nur formal irgendwo als Nullhypothese aufgeschrieben werden, sondern muss bei manchen Wahrscheinlichkeitsrechnungen voll inhaltlich akzeptiert und berücksichtigt werden.
Hans G. Schönwald: Über die fraktale Struktur vielstufiger Zufallsexperimente
Die in Schulbüchern übliche graphische Darstellung von mehrstufigen Zufallsexperimenten als nach rechts sich verzweigender Baum, erweist sich für manche Beispiele bzw. zur Verdeutlichung gewisser Aspekte als schwierig, und zwar besonders für solche ausführlichen, wie sie häufig bei Einführung und Einübung verwendet werden. Dies wird mit drei Argumenten ausgeführt; danach werden zwei fraktale Darstellungsmöglichkeiten beschrieben, die eine Verbesserung bieten. Der zeitliche Verlauf eines mehrstufigen Experiments und die Pfadregel bleiben veranschaulichbar. Abschließend wird die baumartige mit den fraktalen Darstellungsarten verglichen.
Bob Neale: Überqueren der Straße - besser mit gesundem Menschenverstand als mit Glück
Kann ein typisches Stadtkind besser eine verkehrsreiche Strasse überqueren als eines vom Land. Bob Neale, Mathematiklehrer an einer Primarschule in England, gibt einen Erfahrungsbericht zu einem durchgeführten Stochastik-Projekt.
Nick Lord: Eigenschaften des Korrelationskoeffizienten
Es wird ein auf Ungleichheitsbeziehungen zwischen arithmetischem und geometrischem Mittel beruhender Weg zur Behandlung von Eigenschaften des Korrelationskoeffizienten vorgestellt.
Leserbriefe von G. Getrost und H. Wirths
Gwen Royle: Datenbank - Eine historische Statistik
Eine Datenbank zur Geschichte Großbritanniens wird vorgestellt. Die 14 Datenreihen überdecken die Periode von 1850 bis 1990 in Intervallen von zehn Jahren. Es wird auf eine mögliche Nutzung der Datenbank im Statistikunterricht hingewiesen und auf Gefahren bei der Auswertung des Materials aufmerksam gemacht.
Alan C. Kimber: Die Arbeitslosenzahlen in Großbritannien
Ein einfaches Zeitreihenmodell soll an Daten angepasst werden, deren Trend starken Schwankungen unterliegt. Die Arbeitslosenzahlen in Großbritannien dienen als Beispiel. Die Schwierigkeiten bei der Anpassung liefern dennoch nützliche Einsichten in die Struktur der Daten.
Herbert Henning: Rezension von 'Schupp, Berg und Dabrock: Programme für den Stochastikunterricht'

Gerhard König: Bibliographische Rundschau

Heftherausgeber: Isabel Hilsberg, Berlin

 

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