Verein zur Förderung des schulischen Stochastikunterrichts e.V.
 

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Jahrgang 24 (2004) Heft 3


Vorwort
Manfred Borovcnik: 25 Jahre Zeitschrift Stochastik in der Schule: 1979-2004
Aus der Geschichte unserer Zeitschrift von den Anfängen 1979 bis heute.
Hans Schupp: Allgemeinbildender Stochastikunterricht
Was am gegenwärtigen Stochastikunterricht allgemeinbildend ist bzw. wie man ihn in dieser Hinsicht voranbringen könnte, wird ausgehend von seinen Inhalten, seinen Zielen und fundamentalen Ideen nacheinander untersucht. Dabei wird deutlich, daß ein Rückgang auf das pädagogische Konzept der Bildung und auf deren Grundstruktur unerläßlich ist. Dann aber erweist sich der Beitrag dieses Unterrichts für den Allgemeinbildungsauftrag der Schule insgesamt und des Mathematikunterrichts im Besonderen als unverzichtbar.
Bernd Reckelkamm: Der Tanz der Residuen - Erarbeitung statistischer Grundbegriffe mit Hilfe von EXCEL
Mit Hilfe eines Tabellenkalkulationssystems wie z.B. EXCEL können grundlegende Begriffe der Statistik in ganz neuer Form erarbeitet und insbesondere visualisiert werden. Dieser Aufsatz liefert zum einen Beispiele, die in das Thema "Explorative Datenanalyse" einführen. Zum anderen gibt er Anregungen für das Erarbeiten von Begrifflichkeiten und deren Zusammenhängen bei dem umfangreichen Thema "Regression und Korrelation". EXCEL erweist sich hier als ein variationsreiches Hilfsmittel, das auf eine Vielzahl unterschiedlicher Unterrichtssituationen und ihrer jeweiligen Erfordernisse elastisch reagiert. Die vorgestellten Materialien stehen im www zur Verfügung.
Derek Christie: Resampling mit Excel
Standardfunktionen von Microsoft Excel und die Funktionalität von Mehrfachoperationen aus dem Menü Daten > Tabelle werden für Randomisierungs-Anwendungen ausgenützt, um aus vorhandenen Stichproben neuerlich Stichproben mit und ohne Zurücklegen zu entnehmen.
Andreas Büchter & Hans-Wolfgang Henn: Stochastische Modellbildung aus unterschiedlichen Perspektiven - Von der Genueser Lotterie über Urnenaufgaben zur Keno Lotterie
Ausgehend von einleitenden Bemerkungen zur stochastischen Modellbildung werden Erfahrungen dargestellt, die die Autoren mit der Genueser Lotterie im Rahmen der universitären Lehramtsausbildung gemacht haben. Der offene Arbeitsauftrag, diese Lotterie zu analysieren, stellt sich als produktiver Lernanlass heraus und ruft fast zwangsläufig verschiedene Ansätze zur Modellbildung hervor. Diese verschiedenen Ansätze stehen für unterschiedliche Perspektiven auf die Situation. Ähnliche Phänomene lassen sich aus strukturellen Gründen bei klassischen Urnenaufgaben und der gerade erst in Deutschland zugelassenen Keno Lotterie finden. Mit den genannten Kontexten ist jeweils ein erhebliches Potenzial für die Gestaltung eines zeitgemäßen Mathematikunterrichts verbunden, der sich an aktuellen fachdidaktischen Konzeptionen orientiert, der von den Phänomenen ausgeht und der mathematische Theoriebildung zum Ziel hat.
Danny Helman: Nicht in aller Wahrscheinlichkeit ist Wahrscheinlichkeit Alles
Das staatliche Lotto wird häufig als ein Spiel mit reinem Zufall gekennzeichnet, welches keinen Spielraum für Strategien offen lässt. Diese Fehlauffassung scheint aus der Anwendung von Wahrscheinlichkeit anstelle von Erwartungswert-Betrachtungen herzurühren und kann dazu benützt werden, um das statistische Konzept des Erwartungswerts einzuführen.
Gerd Riehl: Wer tauscht - gewinnt nicht
Ausgehend von Simulationen wird das "Paradoxon der zwei Umschläge", das Löwe (2003) unter dem Titel "Wer tauscht gewinnt" behandelt hat, genauer analysiert. Dabei zeigt sich, dass man in keinem Fall die Gewinnerwartung durch Tauschen erhöhen kann.
Gerhard König: Bibliographische Rundschau

Heftherausgeber: Manfred Borovcnik; Klagenfurt
e-Mail: manfred.borovcnik@uni-klu.ac.at

 

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