Verein zur Förderung des schulischen Stochastikunterrichts e.V.
 

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Jahrgang 25 (2005) Heft 3:

Vorwort  
Helmut Wirths: Hat Gregor Mendel seine Daten „frisiert“?
In Niedersachsen wird im Biologieunterricht der 10. Klasse Vererbung behandelt. Dabei werden auch die Mendelschen Gesetze betrachtet. In Klasse 9 und 10 werden im Mathematikunterricht mit den Bausteinen „Rückwärtiges Schließen im Baumdiagramm“ und „Binomialverteilung/ Alternativtests“ mathematische Voraussetzungen geschaffen, um Mendels Datenmaterial zu untersuchen. Eine Erweiterung und Vertiefung dieser Diskussion kann in der gymnasialen Oberstufe erfolgen und findet dort auch großes Interesse. So kann an diesem Beispiel fächerübergreifender Unterricht praktiziert werden, über dessen mathematische Möglichkeiten hier berichtet wird.
Rolf Mantyk: Proportionalität ist „relativ“
Anhand der Lagebeziehungen von zwei Vektoren im n-dimensionalen Raum werden die Begriffe „Proportionalitätsmaß“ und „Modifikationsfaktor“ entwickelt. Fasst man die einzelnen Komponenten der beiden Vektoren paarweise zusammen, so lassen sich diese Objekte als zweidimensionale Punktwolke interpretieren. Eine geeignete Koordinatentransformation führt in diesem neuen Modell schließlich zur Definition des Korrelations- und Regressionskoeffizienten.
Jörg Meyer: Der Satz von Moivre/Laplace als Aussage über Binomialkoeffizienten
Bekanntlich gibt es einen engen Zusammenhang zwischen den standardisierten Binomialverteilungen einerseits und der Normalverteilung, insbesondere mit dem Term e-x2/2, andererseits. Hier wird deutlich gemacht, dass sich dieser Zusammenhang schon in einem elementarisierten und stochastik-freien Kontext verstehen lässt. Insbesondere spielt der fragliche Term bei einer Aussage über Binomialkoeffizienten eine Rolle.
Heinz Renn: Pascals Wette und die Logik statistischen Entscheidens. Ein theologisch-wahrscheinlichkeitstheoretischer Exkurs verbunden mit einer soziologischen Abschweifung –
didaktisch motiviert
Ausgehend von Problemen der Vermittlung statistischer Methoden in den sozialwissenschaftlichen Anwendungsfächern wird gezeigt, wie anknüpfend an eine fachfremde Fragestellung als didaktischem Kunstgriff in die Logik
statistischen Entscheidens eingeführt und diese verständlich gemacht werden kann. Zentral ist hierbei der Begriff der Wette, der beginnend mit den theologischen Erörterungen PASCALs, sodann auf einen profanen Sachverhalt wie das Zigarettenrauchen bezogen, schließlich auf statistisches Entscheiden auf der Grundlage von Stichprobendaten übertragen wird. Die einheitliche Argumentationsstruktur sowie die übereinstimmenden Risikotypen werden herausgearbeitet.
Peter Bender: Leserbrief: Glosse zu „PISA-Studie facht Debatte um Länderunterschiede an“
 
Gerhard König: Bibliographische Rundschau
 
Jörg Meyer: Kurzbericht: Herbst-Tagung des Arbeitskreises „Stochastik in der Schule“
 
Heftherausgeberin: Ingeborg Strauß, Kronberg im Taunus
e-Mail: strauss309@compuserve.de

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