Verein zur Förderung des schulischen Stochastikunterrichts e.V.
 

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Jahrgang 26 (2006) Heft 3:

Vorwort  
Petra Hauer-Typpelt: Auf experimentell-heuristischem Weg zur Normalverteilung
Die Motivation für diesen Unterrichtsvorschlag ist, die Lernenden im Sinne des entdeckenden Lernens zunächst auf visueller Ebene an die Normalverteilung heran zu führen. Der Zufallszahlengenerator des Microsoft Office Paketes wird zur Simulation von empirischem Datenmaterial genutzt. Als Ergebnis interaktiver Tätigkeit der Schüler soll das Verständnis für die Normalverteilung quantitativ erfassbarer Größen auf der ikonischen Ebene aufgebaut werden. Im Anschluss wird durch Verbalisieren und Formalisieren von der Bild-Ebene zur Symbolsprache der Mathematik übergegangen, um schließlich die Funktionsgleichung der Gaußschen Glockenkurve als Ergebnis zu erhalten.
Andreas Kaun: Stochastik in deutschen Lehrplänen allgemeinbildender Schulen
Wenn man sich mit dem Lehren und Lernen von Stochastik in der Schule beschäftigt, muss man die curricularen Vorgaben immer im Auge behalten. Da Bildung in Deutschland der Zuständigkeit der Länder obliegt, sind die Lehrpläne dementsprechend für jedes Bundesland individuell gestaltet. Somit ist die curriculare Verankerung der Stochastik unterschiedlich ausgestaltet. Anhand einer deskriptiven Lehrplanbetrachtung wird diese curriculare Verankerung der Stochastik in den derzeitigen gültigen Lehrplänen der 16 Bundesländer aufgezeigt und soweit möglich eine vergleichende Betrachtung durchgeführt.
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Termine, Veranstaltungen
 
Gemeinsame Studie ICMI-IASE
Ankündigung und Aufruf zu Konferenzbeiträgen zu einer internationalen Studie über die Statistikausbildung an Schulen
Carmen Batanero, Lisbeth Cordani, Gilberte Schuyten: Tagungsbericht ICOTS-7
Die von der International Association for Statistical Education alle vier durchgeführten Weltkonferenzen ICOTS sind ein großes Treffen von Mathematikdidaktikern, Kognitionspsychologen und Stochastikern zur Didaktik der Statistik. In diesem Sommer fand ICOTS 7 statt und war trotz der weiten Anreise (und wohl wegen der Attraktivität des Konferenzortes im Nordosten Brasiliens) auch von Teilnehmern aus Deutschland und Österreich gut besucht (siehe Liste am Ende des Beitrags). ICOTS 8 findet im Jahre 2010 in Slowenien statt. Im Folgenden finden Sie einen Kurzbericht der Organisatoren von ICOTS 7. Carmen Batanero (Spanien) ist die Vorsitzende des Internationalen Programmkomitees, Gilberte Schuyten (Belgien) ist Vorsitzende von IASE und Lisbeth Cordani (Brasilien) ist Vorsitzende des lokalen Organisationskomitees. Viele weitere Details können über die IASE Web-Seite gefunden werden: http://www.stat.auckland.ac.nz/~iase/.
Dietmar Pfeifer: Strichlisten bei Laplace-Experimenten – zum Paradox der ungleichmäßigen Verteilung
Das Themengebiet “Zufall und Wahrscheinlichkeit” wird auf elementarem Niveau inzwischen bereits in der Grundschule behandelt. Dabei stehen experimentelle Aufgaben wie wiederholtes Werfen eines Würfels oder das Ziehen aus Dosen mit Kugeln unterschiedlicher Farbe im Vordergrund, meist in Verbindung mit der Erfassung der Ergebnisse in Strichlisten. Bei Laplace-Experimenten wie dem wiederholten Würfelwurf herrscht dabei - motiviert durch das Gesetz der großen Zahlen - intuitiv die Vorstellung, dass sich die Zählergebnisse in den Strichlisten einigermaßen “gleichmäßig” verteilen. Dies ist aber paradoxerweise nicht so, wie in dem vorliegenden Beitrag gezeigt werden soll.
Heinz Haake: Elementare Zugänge zum Problem der vollständigen Serie
Das Problem der durchschnittlichen Wartezeit auf eine vollständige Serie von Ereignissen wird in der Schulmathematik allenfalls für den Fall aufgegriffen, dass die einzelnen Ereignisse alle gleich wahrscheinlich sind. Durch Betrachtung exemplarischer Häufigkeiten als heuristisches Hilfsmittel werden durchschnittliche Wartezeiten für das Vorliegen einer vollständigen Serie auch bei Ereignissen mit unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten bestimmt.
Raphael Diepgen: Korrelation und Regression als Lineare Algebra
Der Autor kritisiert den Vorschlag von Mantyk (2005), Korrelation und Regression über die Lagebeziehung zweier Vektoren im n-dimensionalen Raum einzuführen.
Joachim Engel: Stochastik aus der Zeitung
 
Gerhard König: Bibliographische Rundschau
 
Heftherausgeber: Joachim Engel; Ludwigsburg
e-Mail: engel@math.uni-hannover.de

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