Verein zur Förderung des schulischen Stochastikunterrichts e.V.
 

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Jahrgang 30 (2010) Heft 1:

Vorwort

Ruma Falk: Warum leben wir nicht ewig?
Je älter man wird, umso mehr überschreitet die eigene Lebenserwartung die durchschnittliche Lebenserwartung (bei Geburt) in der Bevölkerung. Dennoch ist die Lebenszeit endlich. Dieses offensichtliche Paradoxon wird analysiert unter Bezugnahme auf empirische demographische Daten
Andreas Eichler und Markus Vogel: Datenerhebung - die Unbekannte in der Datenanalyse
Obwohl sie in den Bildungsstandards einen eigenen Aspekt darstellt und obwohl sie die Grundlage jeden statistischen Handelns ist - die systematische Erhebung von statistischen Daten ist bisher kaum beachtet worden. In diesem Artikel sollen Anregungenen gegeben werden, wie auch das Sammeln von Daten zu einer Fertigkeit werden kann, die Schülerinnen und Schüler als Grundlage der Datenanalyse erwerben sollten.
Joachim Engel: Parameterschätzen in Logistischen Regressionsmodellen
Das Anpassen von Kurven an Streudiagrammdaten verbindet Inhalte aus Analysis und Stochastik in anwendungsbezogenen Kontexten. Im Aufsatz werden Methoden vorgestellt, wie mit Unterstützung dynamisch-interaktiver Software die Parameter in einem logistischen Wachstumsmodell geschätzt werden können.
Friedrich Barth und Rudolf Haller: Soll ich das Spiel wagen? Sinn und Unsinn des Erwartungswertes am Beispiel des Petersburger Problems
"woher kommt die Verschiedenheit zwischen dem, was die Rechnung ergibt, und dem, was der gesunde Menschenverstand sagt?" fragt Laplace 1814 zu Recht. Denn mathematische Untersuchungen können zu Ergebnissen führen, die in der Praxis absurd erscheinen. Am Petersburger Problem, das in manchen Schulbüchern als kurioses Paradoxon höchstens am Rande abgetan wird, soll gezeigt werden, wie eine solche Diskussion über das Paradoxe von bedeutenden Mathematikern geführt wurde. Die sich daraus ergebenden Fragestellungen und Lösungsansätze werden vorgestellt. Dabei spielt auch die Interpretation des Erwartungswertes und der Vorstellung "auf lange Sicht" eine Rolle. Die Einbeziehung subjektiver Aspekte bei der Beurteilung von Spielen im unterricht kann dem Vorwurf der Realitätsferne des Mathematikunterrichts entgegenwirken. Fächerübergreifend werden wirtschaftswissenschaftliche, ethische, psychologische und historische Aspekte angesprochen. Die mathematisch schwierigen Passagen mögen als Anregung für Facharbeiten und wissenschafts-propädeutische Seminare (Bayern) dienen.
George Szpiro: Stochastik aus der Zeitung
Statistische Methoden liefern Anzeichen (aber keine Beweise) für Wahlmanipulation in Iran. Statistische Methoden deuten an, dass bei den Wahlen in Iran nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein könnte. Definitiv beweisen ließe sich das jedoch nur durch eine Nachzählung der Stimmen
Leserbrief
 
Jörg Meyer: Rezension von Eichler und Vogel: Leitidee Daten und Zufall
 
Bibliographische Rundschau
 
Heftherausgeber: Joachim Engel, Ludwigsburg
e-Mail: engel@ph-ludwigsburg.de

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